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06.12.2016 - 05:36
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Elba hat Sonne, Strand und Meer - und noch viel mehr

23.03.2013, 17:00
Üppige Blüten im Städtchen Marina di Campo, frischer Fisch, Kräuter, Olivenöl: Besser geht’s nicht. Elbas Hafenorte sehen noch aus wie vor 50 Jahren: Dieser Retro-Charme zieht viele Stammgäste an. Man nehme 150 Kilometer Strände, glasklares, wohltemperiertes Mittelmeerwasser, typische italienische Küstenstädtchen mit Promenade, Markt, schicken Boutiquen und köstlichen Restaurants, würze das Ganze mit reichlich hügeligem bis gebirgigem Hinterland, streue recht sparsam Hotels – und nur keine "großen Brocken" – darüber, verziere großzügig mit Naturparks: Fertig ist das Urlaubsinsel-Paradies.

Zu genießen am besten in der Vor- und Nachsaison, wenn nicht allzu viele Sonnenhungrige den Geheimtipp Elba vor der Toskana stürmen. Im August kann's eng werden zwischen Marina di Campo, Porto Azzurro und Capoliveri, Mai bis Juni und September ist Platz genug in kleinen Buchten und an langen Sandstränden. Da es keine Bettenburgen und riesige Appartementblocks gibt, sind auch die sonnenbeschirmten Liegestuhlreihen nicht mit anderen rund ums Mittelmeer zu vergleichen. Wer möchte, kann sich frei ausbreiten, in der Sonne aalen, lesen, plaudern, schwimmen, Volleyball und Boccia spielen.

"Ferien wie früher" auf der Insel Elba

Elba, das sind Ferien wie früher, und das weiß die in den Nachkriegsjahren aufgewachsene Generation genauso zu schätzen wie Jungfamilien. "Alles ein bisschen Retro hier", fand ein actionhungriger Dreißiger in unserer Gruppe – für ihn kein Kompliment, für andere durchaus.

In vieler Hinsicht ist die Insel so zurück, dass sie schon wieder Avantgarde ist: Als andere ihre Küsten zubetonierten, blieben die Häfen mit ihren bunten Häuschen und Fischerbooten dort im Dornröschenschlaf. Schnellstraßen sind auf der kleinen Insel mit dem gebirgigen Inneren sinnlos, auf den mehr als 1.000 Meter hohen Aussichtsberg Monte Capanne führen nur Wanderwege – und eine Stehplatz- Seilbahn. Die Entwicklung der All- Inclusive- Clubs wurde hier (zum Glück) versäumt – dafür in den letzten Jahren kräftig in grünen Tourismus investiert.

Großteil der Insel steht unter Naturschutz

Seit 1998 stehen 53 Prozent des Inselterritoriums unter Naturschutz, ein wunderbarer Nationalpark mit 1.500 Pflanzenarten: immergrüne Macchia mit Ginstern, Lorbeer und Steineichen, dazu wild wachsende typische Mittelmeervegetation wie Oleander, Hibiskus, Bougainvillea, Lilien und Hyazinthen. Elba beherbergt Europas größten zusammenhängenden Buschwald – im Frühjahr ein einziges Blütenmeer. Oliven- , Orangen- , Zitronen- und Feigenbäume tragen reiche Früchte, im Herbst kommen Pilze dazu.

Mehr als 80 Kilometer von Freiwilligen liebevoll gepflegte Wege samt Aussichts- und Picknickplätzen ermöglichen Ganztagstouren genauso wie gemütliche Spaziergänge, Mountainbiker kommen im Gelände voll auf ihre Rechnung. Vielen Wanderern begegnet man nicht: Noch wird das grüne Angebot hauptsächlich von Touristen genutzt.

Das Landesinnere als Wanderparadies

"Jetzt bin ich fast 60 und war noch nie hier oben – dabei ist es so herrlich. Das muss ich meinen Freundinnen und meinem Mann empfehlen", war Signora Rotellini von der Aussicht über die Bucht von Lacona, in der sie seit vielen Jahrzehnten lebt, begeistert und versprach, künftig bei ihren Gästen viel mehr für die Ausflüge zu Fuß zu werben.

Schließlich wurden die Wanderungen auf den Monte Orello, den Monte Giove, das Capo Fonza, zur Windmühle oder nach San Andrea von ihrer Schwiegertochter höchstpersönlich zusammengestellt: Jeanette aus Pforzheim bei Stuttgart, eigentlich Goldschmiedin, kam vor fast neun Jahren erstmals nach Elba, wollte länger dort bleiben, fand einen Job auf dem Campingplatz "Valle Santa Maria" direkt am Strand von Lacona – und verliebte sich in den Chef.

Drei Generationen entspannen nebeneinander

Gabriele Rotellini und die tüchtige Jeannette sind längst verheiratet, zweifache Eltern, leben mit der italienischen Großfamilie in Lacona und haben aus ihrem Zeltplatz samt zahlreichen Ferienwohnungen ein vorbildliches Öko- Dörfchen gemacht.

Hier sind die Straßen verkehrsberuhigt, ist der Strand blitzsauber, der Müll wird säuberlich getrennt, eine Bushaltestelle ermutigt zu Inseltouren ohne Auto, im Strandrestaurant und in der Bar geht’s gemütlich und gesellig zu. Drei Generationen fühlen sich hier ganz offensichtlich sehr wohl, viele Stammgäste kommen jedes Jahr wieder.

So manche würden es wahrscheinlich am liebsten Jeannette gleichtun und sich nicht nur in die Insel, sondern praktischerweise gleich auf der Insel verlieben. Das ist schon nach einem ersten, allzu kurzen Lokalaugenschein völlig verständlich – aber Vorsicht: Signore Rotellini ist sehr charmant, doch schwer vergeben!

23.03.2013, 17:00
Brigitte Egger, Kronen Zeitung
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