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20.09.2017 - 05:13
Der hölzerne Fahrgast in der Wiener Bim
Foto: Screenshot facebook.com

Studenten mit gestohlenem Maibaum in Bim unterwegs

03.05.2016, 12:07

Das sieht man auch nicht alle Tage: Mit ihrem eigenen, "gestohlenen" Maibaum haben sich Studenten der Wiener Boku am Montagabend mit der Bim (!) zu ihrem Lieblingswirten in der City aufgemacht, um ihm den Baum zu schenken. Auf der Uni sorgte die Aktion für große Heiterkeit - bei den Wiener Linien allerdings nicht...

"Sogar unser Rektor findet es irrsinnig lustig", sagte Boku- Sprecherin Michaela Klement am Dienstag. Die "Nacht- und Nebelaktion" der "fachkundigen Forstwirtschaftsstudenten" führte zu viel Gelächter an der Uni. "Wir halten alte Bräuche hoch", kommentierte die Boku das Bild des Baums in der Straßenbahn auf Facebook.

Absolut kein Verständnis für die Aktion haben hingegen die Wiener Linien. "Wir finden das gar nicht witzig, es ist gefährlich und verboten", sagte Sprecher Daniel Amann. Schließlich sei auch in den Beförderungsbedingungen geregelt, dass der Transport von gefährlichen und sperrigen Gegenständen nicht erlaubt ist.

"Mit Einkaufswagerln Baum in Boku- Heim gebracht"

Der ursprünglich zehn Meter hohe Maibaum war am 26. April auf dem Gelände der Boku in Währing aufgestellt worden. Bereits in der Nacht auf den 27. April "haben ihn die Studenten gefladert", schilderte Klement. Dabei gingen sie "professionell vor und zogen jemanden bei, der mit einer Motorsäge umgehen kann. Mit lauter Einkaufswagerln haben sie den Baum dann ins Boku- Heim gebracht." Dort legten ihn die Studenten in den Hof und kürzten ihn auf fünf Meter, ehe sie den Entschluss fassten, den Maibaum dem Wirt ihres Lieblingslokals zu schenken.

Bim- Fahrer muss Konsequenzen befürchten

Am Montagabend transportierten sie ihn dann in die Innenstadt. "Der erste Bim- Fahrer lehnte den Transport ab, beim zweiten durften sie mitfahren", erzählte Klement. Da der Baum mit seinen fünf Metern immer noch relativ lang war, sei es gar nicht so leicht gewesen, ihn in die Bim zu bekommen, sagte die Boku- Sprecherin. Schließlich klappte das Unterfangen, die Studenten fuhren mit dem Maibaum mit der Linie 41 bis zum Schottentor. "Der erste Fahrer hat richtig gehandelt. Mit dem zweiten Fahrer werden wir ein Gespräch führen", kündigte Wiener Linien- Sprecher Amann an.

Wirt: "Ich finde die Aktion Weltklasse"

"Gegen 20 Uhr haben sie ihn mir gebracht", freute sich Gerhard Müller, Wirt des Gasthauses Zum Holunderstrauch. "Ich finde die Aktion Weltklasse. Der Baum steht im Schanigarten und geht noch immer bis zum ersten Stock", sagte Müller. "Er wird dort auf jeden Fall stehen bleiben", bekräftigte der Wirt.

03.05.2016, 12:07
AG/red
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