In Schacht geworfen

Mädchen liegt nicht mehr im künstlichen Koma

Ausland
18.09.2009 15:31
Die neun Jahre alte Kassandra, die im deutschen Velbert bei Essen lebensgefährlich verletzt in einen Kanalschacht geworfen wurde, liegt nicht mehr im künstlichen Koma. Das Kind sei aber noch nicht bei Bewusstsein, sagte ein Sprecher der Polizei in Mettmann am Freitag. Es sei nicht absehbar, wann das Mädchen erwache und ob es sich dann an das Martyrium erinnern könne.

Die am Montagabend als vermisst gemeldete neunjährige Schülerin war nach stundenlanger Suche Dienstag früh mit schweren Verletzungen in einem Kanalschacht gefunden worden. Die Ermittler gehen davon aus, dass das Mädchen von einem Unbekannten in den Schacht geworfen wurde.

Die Neunjährige war zuvor bei einer Hausaufgaben-Betreuung gewesen, die nur wenige Hundert Meter von ihrem Elternhaus entfernt liegt. Nachdem Angehörige eine Vermisstenanzeige erstattet hatten, suchte die Polizei mit Einsatzkräften aus dem gesamten Kreis Mettmann und einem Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera vorerst ergebnislos nach der Schülerin. 

Hundestaffel entdeckte das Mädchen
Zur weiteren Unterstützung wurden daraufhin Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks sowie eine Rettungshundestaffel angefordert. Bei einem Kanalschacht in der Nähe einer Sporthalle schlug ein Hund an, wenig später konnte das Mädchen geborgen werden.

Wie ein Sprecher der Polizei sagte, würden nun etwa 60 Beamte Büsche und Bäume rund um den Kanalschacht roden und "jeden Millimeter auf den Kopf stellen", um Beweismittel zu sichern.

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