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Konflikt verschärft

09.02.2010, 09:38
Irans Regime startet umstrittene Uran-Anreicherung
Irans Regime startet umstrittene Uran-Anreicherung
Der Iran hat ungeachtet von Protesten des Westens mit der umstrittenen Urananreicherung in der Atomanlage Natanz begonnen. Der Leiter der iranischen Atomenergiebehörde, Ali Akbar Salehi, sagte, der Prozess sei am Dienstag gestartet worden. Nun sollen jeden Monat drei bis fünf Kilogramm zwanzigprozentig angereichertes Uran produziert werden. Mit diesem Schritt verstärken sich die internationale Forderungen nach weiteren UNO-Sanktionen gegen die Islamische Republik.

Der Iran hatte bereits angekündigt, mit der Anreicherung von Kernbrennstoff auf 20 Prozent zu beginnen. Für den Bau eines atomaren Sprengsatzes muss Uran auf über 80 Prozent angereichert werden. Nach offizieller Darstellung soll das angereicherte Uran in der Anlage in Natanz für einen Reaktor produziert werden, in dem Isotope zur medizinischen Anwendung hergestellt werden sollen.

Kompromissvorschlag abgelehnt
Ein Kompromissvorschlag der internationalen Gemeinschaft hatte vorgesehen, dass der Iran sein Uran unter internationaler Kontrolle in Frankreich und Russland weiter anreichern lassen kann. Damit hätte das Land selbst nicht die Möglichkeit, atomwaffenfähiges Uran herzustellen, könnte aber Atomstrom produzieren und das Material auch zu Forschungszwecken verwenden.

Die iranische Führung forderte aber, den Austausch parallel und in Etappen zu vollziehen. Salehi hatte zuletzt am Montag neuerlich angeboten, der Iran werde seine Anreicherung auf 20 Prozent stoppen, sollte Teheran parallel kleinere Mengen Uran austauschen dürfen.

Ruf nach neuen Sanktionen wird lauter
US-Verteidigungsminister Robert Gates fordert nun, der UNO-Sicherheitsrat müsse rasch den Weg für neue Sanktionen gegen die Islamische Republik frei machen. Auch der Widerstand Russlands gegen Sanktionen scheint zu schwinden: Der Chef des nationalen Sicherheitsrats, Nikolai Patruschew, sagte, das Handeln Irans wecke sehr berechtigte Zweifel an seinen Absichten. "Politisch-diplomatische Methoden sind wichtig für eine Lösung, aber es gibt für alles eine Grenze."

Der deutsche Außenminister Guido Westerwelle sagte, wenn der Iran bei seiner "Gesprächsverweigerung" bleibe, seien Gespräche im Rahmen der Vereinten Nationen über neue Maßnahmen nötig - "und dazu zählt auch die Möglichkeit einer Ausweitung von Sanktionen." China hingegen rief alle Seiten auf, weiter auf eine Einigung über das Angebot der Internationale Atomenergiebehörde (IAEO) zur Weiterverarbeitung niedrig angereicherten iranischen Urans im Ausland hinzuarbeiten.

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