Die ausufernde Kriminalität veranlasst Stadtchef Michael Häupl, wie er selbst sagt, "ein Zeichen zu setzen". "Wir fördern bereits Sicherheitstüren für Mietwohnungen und Häuser, um die Einbruchsserien zu stoppen. Und wir werden selbstverständlich auch alles dazutun, um die Trafikanten zu schützen." Dazu sollen wirkungsvolle Alarmanlagen für alle Wiener Trafiken her.
Weitere Details über die jüngste Überfallserie: siehe Infobox!
50 Prozent der Kosten trägt die Stadt
Gute Geräte werden derzeit ab etwa 800 Euro auf dem einschlägigen Markt angeboten. Die Stadt wird die Anschaffung mit 50 Prozent der Kosten unterstützen – bis zu einem Maximalbetrag von 1.000 Euro. Abgewickelt wird die Aktion vom Wiener Wirtschaftsförderungsfonds, der auch die Information und Beratung übernimmt. Der Sozialdemokratische Wirtschaftsverband hat den Trafikanten ebenfalls entsprechende Hilfe zugesagt.
Stadt springt für Bund ein
Dass das Land Wien einspringen muss, obwohl eigentlich der Bund für Sicherheitsbelange zuständig wäre, stößt Häupl aber doch sauer auf: "Wenn die Frau Innenminister nicht mehr in der Lage ist, für den Schutz der Bevölkerung zu sorgen, dann müssen eben wir dafür einenentsprechenden Beitrag leisten. Und das machen wir auch."
Kein Ersatz für Personal-Aufstockung der Polizei
Eines müsse aber schon ganz klar gesagt werden, so der Bürgermeister: "Unsere neue Alarmanlagen-Förderung ist kein Ersatz für die dringend nötige Präsenz der Exekutive. Und ich betone daher nochmals ausdrücklich, dass wir jene 1.000 Polizistinnen und Polizisten, die Schwarz-Blau uns weggenommen hat, für Wien zurückhaben wollen."
von Peter Strasser, Kronen Zeitung
Symbolbild
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.