Der IPCC hatte in dem Bericht die schmelzenden Gletscher in den Alpen, den Anden und in Afrika auf den Klimawandel zurückgeführt. Der "Sunday Telegraph" berichtete, die darin gemachten Aussagen stützten sich vor allem auf einen Artikel, der in einem Alpin-Magazin erschienen war und sich seinerseits auf Beobachtungen bei Bergtouren bezog. An anderer Stelle wurde dem Zeitungsbericht zufolge aus der Arbeit eines Geographiestudenten der Universität in Bern zitiert, der Bergführer in den Alpen interviewt hatte.
Der Weltklimarat hatte erst kürzlich einen "bedauerlichen Fehler" bei der Vorhersage über das Verschwinden der Himalaya-Gletscher in seinem Klimabericht von 2007 eingeräumt. Der Streit drehte sich um die Vorhersage, dass die Gletscher bis 2035 verschwunden sein könnten. Die Quelle dafür war ein indischer Wissenschafter, der dieses Datum aber nicht genannt haben wollte. Vor einer Woche hatte die "Sunday Times" zudem berichtet, dass der IPCC auch seine Angaben zum Zusammenhang zwischen der Erderwärmung und der Verschlimmerung von Naturkatastrophen noch einmal überprüfen will.
Der IPCC-Bericht aus dem Jahr 2007 ist bis heute Basis vieler politischer und wissenschaftlicher Klima-Diskussionen. Der Weltklimarat war 2007 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden, weil er den Klimawandel in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt hatte.
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