Dass das so genannte Adenovirus Ad-37 bei Hühnern Fettleibigkeit auslöst, hat das Forscherteam um Leah Whigham von der US-Universität von Wisconsin bereits nachgewiesen. In der jüngsten Ausgabe des Fachmagazins "American Journal of Physiology" berichten die Wissenschaftler aber auch, dass es sich beim Menschen ganz ähnlich verhält: Bei einer Infektion mit Adenoviren besteht die Gefahr, dass die Fettleibigkeit nicht mehr lange auf sich warten lässt.
"Der fast gleichzeitige Anstieg von Fettleibigkeit in vielen Ländern ist mit der Ernährung und des Bewegungsverhaltens nur schwer zu erklären. Alles deutet darauf hin, dass Adenoviren dazu beitragen", steht in dem Artikel zu lesen.
Derzeit sind etwa 50 Adenoviren bekannt, die beim Menschen Infektionen auslösen können. Die meisten Erreger sind Erkältungsviren und schlagen sich am ehesten auf die Atemwege. Manche andere hingegen - wie etwa das bereits erwähnte Ad-37 oder der Typ Ad-36 - befallen die Speiseröhre oder den Magen-Darm-Trakt. Die Übertragung erfolgt durch direkten Kontakt.
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