Die Astronomen um Paul Crowther von der Universität Sheffield haben ihre Entdeckung mit dem "Very Large Telescope" der Europäischen Südsternwarte (ESO) in Chile gemacht. Sie glauben, dass der Stern früher sogar die 320-fache Masse unserer Sonne hatte. Sterne verlieren nämlich während ihres "Lebens" an Masse. R136a1 sei bereits "mittleren Alters", erklärte Crowther - ein Fünftel seiner ursprünglichen Größe dürfte deshalb schon verloren vergangen sein.
Die Forscher berichteten von dem Stern im britischen Fachjournal "Monthly Notices of the Royal Astronomical Society" (MNRAS). Besonders überraschend an der Entdeckung war, dass es den Monsterstern nach der gängigen Theorie überhaupt nicht geben dürfte: 150 Sonnenmassen galten bisher als Obergrenze für stabile Sterne.
Gigant könnte aus zwei Sternen bestehen
Forscher, die nicht an der Entdeckung beteiligt waren, wollten nicht ausschließen, dass Crowthers Team möglicherweise zwei sehr dicht beieinanderstehende Sterne für einen einzigen gehalten haben könnten. Dieses Problem taucht auf, wenn ein Sternhaufen so weit entfernt ist, dass beim Blick durchs Teleskop zwei Himmelskörper wie ein einzelner wirken.
Crowther räumt ein, dass R136a1 einen Partner haben könnte. Dieser wäre aber deutlich kleiner, so dass der Hauptstern noch immer von gewaltigem Ausmaß - einst also vielleicht 300 statt 320 Sonnenmassen - gewesen wäre.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.