Laut Angaben der Wissenschaftler, die über ihre Entdeckung auch in einer Sonderausgabe des Fachmagazins "The Astrophysical Journal" veröffentlichen, ist das Zentralgestirn Kepler-18a um rund ein Zehntel größer als unsere Sonne und besitzt etwa 97 Prozent ihrer Masse.
Alle drei Exoplaneten, Kepler-18b, -c und -d, umreisen ihren Stern in einem Abstand, der deutlich geringer ist als jener des Merkurs – dem innersten Planeten unseres Sonnensystems – zu unserer Sonne. So benötigt Kepler-18b, der knapp sieben Mal so schwer und rund doppelt so groß wie die Erde ist, für eine Umrundung um seinen Stern nur dreieinhalb Tage. Die beiden Gasplaneten Kepler-18-c und -d haben eine Umlaufzeit von 7,6 bzw. 14,9 Tagen, so die Forscher. Wegen der geringen Nähe zu ihrem Zentralgestirn ist ein Leben nach irdischem Vorbild auf den drei Planeten aber unmöglich, so die Astronomen.
"Kepler" sucht nach einer "zweiten Erde"
Das Weltraumteleskop "Kepler" sucht seit März 2009 mit der größten Kamera, die jemals in den Weltraum gebracht wurde, nach einer zweiten Erde außerhalb unseres Sonnensystems. Die nach dem deutschen Astronomen Johannes Kepler benannte Sonde kann mit ihrer 95-Megapixel-Kamera jenen leichten Dimmer-Effekt erfassen, der entsteht, wenn ein Planet von der Erde aus gesehen vor seinem Stern vorbeizieht. "Kepler" soll mindestens dreieinhalb Jahre lang weit mehr als 100.000 Sterne in der Milchstraße ins Auge fassen und nach Gesteinsplaneten absuchen, auf denen es Voraussetzungen für Leben geben könnte.
Als Exoplaneten bezeichnet man alle jene Planeten, die sich außerhalb unseres Sonnensystems befinden. Ihr Nachweis ist erst seit einigen Jahren möglich. Er stellt besondere Anforderungen an die Teleskope, da Planeten nur sehr geringe Strahlung abgeben und von den Sonnen überstrahlt werden. Insgesamt sind momentan rund 600 Exoplaneten bekannt.
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