Baustart im Herbst?

Heftige Kritik an Konzertsaal für Sängerknaben

Wien
23.01.2009 14:54
Die Realisierung des Konzertsaals der Wiener Sängerknaben rückt näher. Am Freitag ging die Bauverhandlung zu dem umstrittenen Projekt über die Bühne. Sprecher der Anrainer-Initiative „Freunde des Augartens“ äußerten dabei erneut ihre Bedenken.

Der Neubau am sogenannten Augartenspitz soll ab Herbst entstehen. Bei den Sängerknaben zeigte man sich bei der Präsentation der Pläne im vergangenen Oktober zuversichtlich, dass die Eröffnung 2011 erfolgen kann. Der Saal soll über 380 Plätze verfügen - etwas weniger als in ursprünglichen, schon vor einigen Jahren veröffentlichten, Plänen enthalten waren.

Die Sprecherin der Anrainer-Initiative berichtete von einer "hitzigen Verhandlung". Man müsse der Behörde aber zugestehen, dass eine ausführliche Debatte zugelassen wurde. Und: Die Projektwerber, also die Sängerknaben, haben einer weitere Diskussionsveranstaltung mit den Anrainern zugesagt.

"Das ist ein ziemlicher Skandal"
Diese deponierten heute Einsprüche bzw. Anfechtungen. Kritisiert wurde unter anderem, dass die Genehmigung der Lüftungsanlage extra verhandelt werde. „Das ist ein ziemlicher Skandal", so eine Sprecherin des Vereins „Freunde des Augartens“. . Als problematisch wurde auch das geplante Dach aus Metall eingestuft. Dieses werde im Sommer für eine massive Wärmeentwicklung sorgen, so die Befürchtung.

Die Verkehrsinfrastruktur war demnach nicht Teil des Verfahrens. Sehr wohl besprochen wurden aber Stadtbildverträglichkeit und das Thema Denkmalschutz. Hier habe es vom Rathaus und vom Bundesdenkmalamt grünes Licht gegeben. Tatsächlich hatte das Denkmalamt bereits im Herbst betont, dass es keine Einwendungen geben werde - nachdem auf den Abriss eines aus der Barockzeit stammenden Hauses verzichtet wurde.

Sängerknaben: "Projekt auf Schiene"
Zufrieden zeigte man sich bei den Wiener Sängerknaben. "Das Projekt ist auf Schiene", so eine Sprecherin nach der Bauverhandlung. Man werde selbstverständlich alle Auflagen erfüllen und sei auch weiterhin stets zu Gesprächen mit den Anrainern bereit, hieß es.

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