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UNO: 10 Millionen Obdachlose nach Pakistan-Flut

07.09.2010, 20:37
UNO: 10 Millionen Obdachlose nach Pakistan-Flut
Nach den schweren Überschwemmungen in Pakistan sind laut einer neuen Schätzung der UNO mindestens zehn Millionen Menschen obdachlos. Die Katastrophe sei eine der "schlimmsten humanitären Krisen" der Geschichte der Vereinten Nationen, erklärte der Sprecher des UN- Büros für die Koordinierung humanitärer Hilfe (OCHA), Maurizio Giuliano, am Dienstag in der Hauptstadt Islamabad.

Bisher hatte die UNO die Zahl der Obdachlosen mit rund 4,8 Millionen beziffert. Zudem schätzte sie, dass mehr als 18 Millionen Pakistaner von den seit mehr als einem Monat anhaltenden Überschwemmungen direkt betroffen sind.

UN beklagen nachlassende Hilfe

Dementsprechend haben die Vereinten Nationen am Montag die nachlassende Hilfe für die Betroffenen der Jahrhundertflut beklagt. Sie riefen die Staatengemeinschaft eindringlich zu weiterer Unterstützung auf. Obwohl die Notlage unvermindert andauere, habe der Zustrom von Hilfsgeldern merklich nachgelassen, sagte UN- Sprecherin Stacey Winston in Islamabad. Die von den UN angeforderten 460 Millionen Dollar (357 Millionen Euro) Nothilfe seien bisher nicht vollständig in Pakistan eingetroffen. Seit etwa einer Woche stagniere die finanzielle Unterstützung bei 321 Millionen Dollar.

Weiter sagte Winston, zwar arbeiteten die Hilfsorganisationen rund um die Uhr, um so viele Betroffene wie möglich mit Lebensmitteln, Trinkwasser, Zelten und Medikamenten zu versorgen. Vielerorts könnten die Grundbedürfnisse aber noch immer nicht gedeckt werden. Vor allem im Süden des Landes bleibt die Lage angespannt. Während die Pegel in Nord- und Zentralpakistan weitgehend gefallen sind, stehen in der Provinz Sindh noch immer riesige Landstriche unter Wasser.

Im Distrikt Dadu verfügten die Katastrophenbehörden am Montag die Evakuierung von 690.000 weiteren Menschen. Nach dem Bruch mehrerer Deiche an Zuflüssen des Indus bedrohe das Hochwasser nun die Städte Mehar und Johi, die bisher von Überschwemmungen verschont geblieben seien, sagte Behördendirektor Khair Mohammad Kaloro.

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