Offensive beendet
Türkische Armee beendet den Einsatz im Nordirak
Die USA drängten am Vortag auf ein baldiges Ende der Offensive. US-Verteidigungsminister Robert Gates betonte nach Gesprächen mit der Regierung in Ankara: "Die gegenwärtige Offensive sollte so kurz und so zielgerichtet wie möglich sein". Zudem dürfe die türkische Armee ausschließlich Ziele der PKK angreifen. Der türkische Verteidigungsminister Vecdi Gönül hatte es jedoch abgelehnt, sich auf einen Zeitplan festlegen zu lassen. Gönül sagte, die Offensive werde beendet, wenn alle Ziele erreicht seien, "das hängt von den winterlichen Bedingungen ab", es gebe aber keine Absicht, die Grenzregion längerfristig zu besetzen
Rückzug von mehreren Seiten bestätigt
Ein AP-Fotograf sah in der Grenzstadt Cukurca, wie Dutzende von Militärtransportern mit Soldaten die Grenze überquerten. Ein Sprecher der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), Ahmad Danas, sagte, der Rückzug der türkischen Truppen habe am frühen Morgen begonnen. Der türkische Fernsehsender NTV berichtete unter Berufung auf Kreise der kurdischen Autonomieregierung im Nordirak, dass die türkischen Truppen ihre Aktionen in der Region Zap eingestellt hätten. Die türkische Nachrichtenagentur Dogan meldete unter Berufung auf türkische Sicherheitskreise, es würden zunächst nur diejenigen Soldaten abgezogen, die ihre Aufgaben erfüllt hätten.
Die türkischen Streitkräfte haben die Zahl der bisher getöteten Rebellen mit 237 angegeben. Die eigenen Verluste bezifferten sie mit 27. Nach kurdischen Informationen hingegen sollen 81 türkische Soldaten und nur fünf Rebellen getötet worden sein. Die Türkei betrachtet den Nordirak als Rückzugsgebiet der PKK. Auch die Europäische Union und die USA stufen die PKK als Terrororganisation ein. Der bewaffnete Kampf der kurdischen Separatisten in der Türkei hat seit 1984 rund 40.000 Menschenleben gekostet.







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