Anschlag auf Bus
Tamilische Rebellen töten auf Sri Lanka 9 Menschen
Das Ministerium teilte mit, Ziel des Anschlags nahe der Stadt Batticaloa sei der Bus mit rund 30 Polizisten und Soldaten gewesen, die unbewaffnet und auf dem Weg in den Urlaub gewesen seien. Der Polizeisprecher sagte, möglicherweise hätten die Rebellen nach dem Anschlag auf einen Vergeltungsschlag der Sicherheitskräfte gegen die Universität spekuliert. Nach einem tödlichen LTTE-Anschlag auf die Armee im vergangenen November hatten Soldaten eine nahe gelegene Landwirtschaftsschule gestürmt und sechs Studenten erschossen.
In der Region Batticaloa ist die LTTE nach erfolgreichen Offensiven der Armee unter massiven Druck gekommen. Dem Militär war es kürzlich gelungen, die Rebellen aus Vakarai, einer ihrer Bastionen an der Ostküste, zu vertreiben. Während der drei Monate andauernden Kämpfe um Vakarai starben mehr als 300 mutmaßliche Rebellen, 45 Soldaten und eine unbekannte Zahl von Zivilisten. Die Armee setzt ihre Operationen gegen die LTTE in der Gegend fort.
Vor dem Unabhängigkeitstag am kommenden Sonntag verschärfte die Regierung die bereits drastischen Sicherheitsmaßnahmen in der Hauptstadt Colombo weiter. Die Gewalt in Sri Lanka eskaliert seit gut einem Jahr. Zwischen Regierung und LTTE gilt seit fünf Jahren offiziell ein Waffenstillstandsabkommen, gegen das beide Seiten aber regelmäßig verstoßen. Im vergangenen Jahr kostete der Konflikt auf der Insel mehr als 3200 Menschen das Leben. Die LTTE kämpft für einen unabhängigen Staat der tamilischen Minderheit.







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