Viele Straßen in London waren verstopft, weil Pendler versuchten, mit dem Auto voranzukommen. Mit dem Ausstand will das U- Bahn- Personal den Abbau von 800 Stellen an den Ticketschaltern verhindern.
Nach Angaben der Londoner U- Bahn- Gesellschaft fuhren trotz des Streiks 40 Prozent der Züge, nur eine der elf Linien war komplett geschlossen. Auf einigen Linien wurden nicht alle Bahnhöfe bedient. Doch allein die Ankündigung des Streiks hatte viele Berufstätige zum Ausweichen von der Schiene auf die Straße bewogen und damit kilometerlange Staus ausgelöst. Ein schwerer Lkw- Unfall auf einer Eisenbahnbrücke auf einer der Zubringerstrecken ins Zentrum von London sorgte für zusätzliche Probleme.
Die Zahl der U- Bahn- Fahrkartenverkäufer soll gekürzt werden, weil immer mehr Londoner ihre Zeitkarten am Automaten oder online zahlen. Das Unternehmen hatte jedoch angekündigt, es werde nicht zu Entlassungen kommen. Großbritanniens Transport- Staatssekretär Philip Hammond verurteilte die Arbeitsniederlegung: "Dieser Streik ist schlecht für die Fahrgäste, schlecht fürs Geschäft und schlecht für London", sagte er.
In Athen waren es Transportunternehmer, die mit einer groß angelegten Straßenblockade für ein Verkehrschaos sorgten. Mehrere Dutzend Tank- und Lastwagen sperrten für mehr als drei Stunden die wichtigsten Straßen im Zentrum der Hauptstadt ab.
Die Lastwagenbesitzer protestieren gegen ein geplantes Gesetz der sozialistischen Regierung, wonach künftig jeder Inhaber eines Lkw- Führerscheins eine Transport- Lizenz bekommen kann. Sie sehen darin eine Enteignung, weil der Wert ihrer Lizenzen deutlich fallen würde. Heute kostet eine solche Lizenz bis zu 300.000 Euro.
Bereits Anfang August hatten die Lkw- Besitzer mehrere Tage gestreikt. Dabei kam es landesweit zu erheblichen Engpässen bei der Versorgung vor allem mit Treibstoffen. Die Regierung beendete den Streik, indem sie die Besitzer der Tank- und Lastwagen zum Dienst verpflichtete und auch Militärfahrzeuge einsetzte.