Die Bergarbeiter hatten sich am vergangenen Donnerstag geweigert, wieder ans Tageslicht zu kommen, nachdem sie bisher für August nicht bezahlt wurden. Seitdem harren sie unter Tage aus. Die Männer fürchten, dass sie auch für September keinen Lohn bekommen werden, oder die Mine im nordspanischen Guardo sogar geschlossen wird.
Die Bergbaugesellschaft Union Minera del Norte (Uminsa) erklärte, sie habe derzeit kein Geld, weil spanische Energieerzeuger nicht genug heimische Kohle abnehmen würden. Die Bergleute wollen von der Regierung erreichen, dass Energieversorger einen garantierten Anteil heimischer Kohle kaufen müssen und nicht nur auf billigere Importkohle zurückgreifen.
Die Familien der Bergleute erklärten sich mit den Kumpel solidarisch und schickten den Streikenden Lebensmittel, Matratzen und Decken in den Schacht. Die Männer legten sie auf Tische und Transportwagen (linkes Bild), um sie vom feuchten Boden fernzuhalten. Laut einem AFP- Fotografen, der in die Mine hinabgefahren ist, betreut ein Arzt die Kumpel (unteres Bild), falls sie gesundheitliche Probleme bekommen sollten.