Milliarden-Deal
Schokoriegel-Riese “Mars” schluckt “Wrigley”
Die Wrigley-Aktionäre sollen 80 Dollar je Aktie erhalten - ein Aufschlag von 28 Prozent auf den Schlusskurs vom vergangenen Freitag. Das teilte Mars am Montag mit. Die Wrigley-Führung hat dem zugestimmt. Die klebrig-süße Übernahme benötigt noch den Segen der außenstehenden Wrigley-Aktionäre und der Behörden. Das Geschäft soll in den nächsten sechs bis zwölf Monaten abgeschlossen werden.
27 Milliarden Dollar Jahresumsatz
Der kombinierte Konzern wird voraussichtlich einen Jahresumsatz von rund 27 Milliarden Dollar haben. Wrigley war an der Börse zuletzt gut 17 Milliarden Dollar wert. Die Wrigley-Aktie stieg vorbörslich stark bis in die Nähe des Übernahmepreises.
Beide Süßwaren-Imperien werden seit ihrer Gründung über mehrere Generationen von Unternehmerfamilien kontrolliert. Der 1911 gegründete Mars-Konzern ist nach wie vor komplett in privater Hand. Der 1891 ins Leben gerufene Hersteller Wrigley wird von der Börse genommen, aber als eigenständige Tochter mit Zentrale in Chicago weitergeführt. Familienmitglied Bill Wrigley Junior steht weiter an der Spitze.
Schokobranche im Visier der Aufsichtsbehörde
Mars ist bekannt für Schokoprodukte wie "M&M", "Mars" oder "Snickers". Der Konzern zählt zu den größten Schokoproduzenten der Welt. Sein Marktanteil liegt Berichten zufolge weltweit bei 15 Prozent. Die Schokobranche ist wegen möglicher Preisabsprachen derzeit im Visier der Aufsichtsbehörden in Europa und Nordamerika.
Zu Wrigleys Marken zählen auch "Orbit", "Doublemint" und "Extra". Der Kaugummi-Riese baute eine breite Produktpalette auf und kaufte in den vergangenen Jahren auch das Bonbon-Geschäft von Kraft ("Altoids", "LifeSavers") sowie einen russischen Schoko-Hersteller. Wrigley ist im Branchenvergleich sehr profitabel. Das Kaugummigeschäft wirft im Schnitt mehr ab als Schokolade. Den überwiegenden Teil des Umsatzes erzielt der Hersteller außerhalb der USA.
Weitere Fusionen nicht ausgeschlossen
In der Branche werden nun weitere Fusionen nicht ausgeschlossen: Wettbewerber wie der britische Konzern Cadbury Schweppes und der US-Hersteller Hershey sprachen bereits früher einmal miteinander. Die auf Eis gelegten Verhandlungen könnten laut Experten nun rasch wieder aufgenommen werden.
Für Buffett ist das Vorgehen mit Partnern eher ungewöhnlich. Der Milliardär, der für sein Gespür für gute Investitionen berühmt ist, agiert meist im Alleingang.







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