Der Direktor des Gefängnisses und 20 weitere Beamte wurden ihrer Ämter enthoben, sagte der Gouverneur im Zuge eine Pressekonferenz. Bei den Kämpfen zwischen Banden rivalisierender Drogenkartelle waren die Häftlinge mit Messern und anderen Stichwaffen aufeinander losgegangen. Medina erklärte, die Toten gehörten zum sogenannten Golf- Kartell, während die Flüchtigen Mitglieder des Kartells "Los Zetas" seien.
Es war nicht erste tödliche Zwischenfall in diesem Gefängnis. Erst im Mai vergangenen Jahres waren dort nach einem absichtlich gelegten Brand 14 Häftlinge ums Leben gekommen. Auch dieses Mal hatten Häftlinge Matratzen angezündet, doch das Feuer wurde schnell gelöscht, wie lokale Medien berichteten.
In mexikanischen Gefängnissen sind 2011 bei Aufständen und Revierkämpfen 124 Menschen getötet worden. Auch in den anderen Ländern der Region kommt es regelmäßig zu Meutereien und Kämpfen in den meist überbelegten Gefängnissen. Erst vor wenigen Tagen waren in Honduras bei einem Gefängnisbrand mehr als 350 Häftlinge ums Leben gekommen.