Zuvor hatte ein Sprecher des iranischen Außenministeriums von "falschen Informationen" gesprochen, aufgrund derer der Fall im Ausland kritisiert worden war. "Einige westliche Regierungsvertreter, darunter die Außenminister Frankreichs und Italiens, haben sich von sich aus eingeschaltet, aber leider auf Grundlage falscher Informationen", sagte Ramin Mehmanparast am Dienstag.
Er wies erneut darauf hin, dass die 43- jährige Sakineh Mohammadi- Ashtiani nicht nur wegen Ehebruchs, sondern auch wegen Mordes an ihrem Ehemann angeklagt sei und dass beide Vorwürfe noch untersucht würden. Sollte sie wegen der Beteiligung an der Ermordung verurteilt werden, droht ihr der Tod durch den Strang.
Für die Iranerin hatte sich auch die Frau des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy, Carla Bruni, eingesetzt. Sie wurde daraufhin von einer iranischen Zeitung als Prostituierte und "Hure" geschmäht, die den Tod verdient habe.