Umstrittener Besuch
Expertenteam der IAEO im Iran eingetroffen
Empfangen wurden die Atomexperten allerdings keineswegs freundlich. Bereits am Flughafen protestierten iranischen Studenten gegen den Besuch der IAEO (Bild). Aus dem Umfeld der Atom-Behörde hieß es vor Abflug des Teams, dass es zunächst darum gehe, in Gesprächen eine Wiederaufnahme der Verhandlungen über das vermutete iranische Waffenprogramm zu erreichen.
Nach ihrer Ankunft wurden die sechs Spezialisten zum Hinterausgang gebracht, wartende Medienvertreter hatten keinen Zugang zum Team.
Der Westen wirft der Regierung in Teheran vor, unter dem Deckmantel der zivilen Atomforschung am Bau von Kernwaffen zu arbeiten, und hat umfangreiche Sanktionen gegen das Land verhängt.
Besuch einer geheimen Anlage unklar
Im Iran wurde spekuliert, die Experten aus Wien könnten die lange geheim gehaltene unterirdische Anlage Fordo besuchen, die rund 160 Kilometer südlich von Teheran liegt. Die Anlage, in der Uran bis auf 20 Prozent angereichert werden soll, soll im Februar den Betrieb aufnehmen. Eine 20-prozentige Anreicherung reicht nicht zum Bau von Atomwaffen aus.
Es wird erwartet, dass die sechs IAEO-Experten unter Führung von Chefinspektor Herman Nackaerts in Teheran mit dem iranischen Atom-Chefunterhändler Said Jalili und dem Direktor des iranischen Atomprogramms, Fereydoun Abbasi, zusammentreffen.
"Der Iran hat nichts zu verbergen"
Außenminister Ali Akbar Salehi, derzeit beim Afrika-Gipfeltreffen in Äthiopien, zeigte sich optimistisch angesichts des Expertenbesuchs. "Wir haben alles im Vorfeld vorbereitet, auch Inspektionen der Anlagen, und sind allgemein sehr optimistisch bezüglich der Ergebnisse der IAEO-Mission", sagte Salehi der Nachrichtenagentur ISNA in Addis Abeba. Er begründete seinen Optimismus damit, dass das Atomprogramm des Landes völlig transparent sei und "der Iran nichts zu verbergen" habe.







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