"Rauchen tötet!"
EU-Kommissar will strenges Raucher-Gesetz
Umfassende Rauchverbote würden zu einer Verbesserung der Luftqualität und weniger Herzkrankheiten führen, sagte Kyprianou, der sich „ermutigt“ vom aktuellen Trend zu entsprechenden Einschränkungen in mehreren EU-Staaten zeigte. „Passivrauchen tötet“, unterstrich der Kommissar. Nach Schätzung der EU-Kommission sterben in Europa jedes Jahr mehr als 79.000 Menschen an den Folgen des Passivrauchens, davon 7.000 aufgrund von Tabakqualm am Arbeitsplatz.
80% wollen Rauchverbot in Gebäuden und am Arbeitsplatz
Die EU-Kommission beruft sich zudem auf die öffentliche Meinung. Mehr als 80 Prozent der Europäer befürworten laut einer Eurobarometer-Umfrage ein Rauchverbot in der Arbeit und in öffentlichen Gebäuden, auch zwei Drittel der Raucher sprechen sich dafür aus.
Aber: Die Mühlen mahlen langsam – erste Entscheidung 2008
Konkret listet die Kommission fünf Optionen für das weitere Vorgehen auf. Diese reichen von der Fortsetzung des Status-Quo über freiwillige Selbstverpflichtungen, einer unverbindlichen Koordinierung erfolgreicher Maßnahmen durch die EU-Staaten bis zu Empfehlungen der EU-Gesundheitsminister und Gesetzgebung auf europäische Ebene. Inwieweit die EU künftig eine stärkere Rolle bei Rauchverboten spielen soll, soll eine öffentliche Anhörung zu dem Diskussionspapier der Kommission bis zum 1. Mai 2008 klären.
Totales Rauchverbot bisher nur in Großbritannien und Irland
Bisher gelten in den EU-Staaten äußerst unterschiedliche Regelungen. In Österreich ist Tabakkonsum in öffentlichen Gebäuden verboten. Ein totales öffentliches Rauchverbot gilt in Irland und Schottland, England, Wales und Nordirland ziehen im Sommer nach.







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