Drogenkriminalität?

Dutzende Tote bei Kämpfen in Mexiko

Ausland
22.05.2015 22:37
Bei gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Bewaffneten und der Polizei hat es am Freitag im Westen Mexikos Dutzende Tote gegeben. Mindestens 37 bewaffnete Zivilisten und zwei Bundespolizisten seien Opfer der Zusammenstöße in der Gemeinde Tanhuato im Bundesstaat Michoacan geworden, sagte ein Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur AFP.

Der Auslöser der Kämpfe ist noch unklar, die Region ist allerdings stark von Drogenkriminalität gezeichnet.

Tanhuato liegt nahe der Stadt Yurecuaro, wo in der vergangenen Woche ein linksgerichteter Kandidat für das Bürgermeisteramt während einer Wahlkampfveranstaltung erschossen wurde. Der Mann war früher führendes Mitglied einer der Bürgerwehren gewesen, die Landwirte in Michoacan im Jahr 2013 gegründet hatten, um das Drogenkartell der Tempelritter zu vertreiben. Dieses gilt nach der Festnahme zweier Anführer als geschwächt.

Das etwa 500 Kilometer von Mexiko-Stadt entfernte Tanhuato liegt auch nahe der Grenze zum Bundesstaat Jalisco, wo sich das Drogenkartell Neue Generation einen Kampf mit den Sicherheitskräften liefert. Gerade in der jüngeren Vergangenheit verschärfte die Bande ihr Vorgehen gegen die Ordnungshüter massiv - diese verstärkten wiederum ihre Präsenz in Jalisco.

Drogenkriminalität: 80.000 Tote seit 2006
Seit dem Jahr 2006 wurden in Mexiko mehr als 80.000 Menschen im Zusammenhang mit der Drogenkriminalität getötet, weitere 22.000 gelten als vermisst. Seit dem Amtsantritt von Präsident Enrique Pena Nieto im Dezember 2012 wurden mehrere Drogenbosse getötet oder - wie Joaquin Guzman, der Chef des mächtigen Sinaloa-Kartells - festgenommen.

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