"Camilla-Fluch"

Brechdurchfall auf britischem Luxusliner

Ausland
31.12.2007 09:23
Unter den Passagieren des britischen Luxus-Kreuzfahrtschiffes "Queen Victoria" hat sich ein Magen-Darm-Virus ausgebreitet. Bisher hätten sich 78 Reisende mit dem Norovirus infiziert, das Brechdurchfall verursacht, berichtete die britische Zeitung "Mail on Sunday". Die Zeitung warf die Frage auf, ob auf dem Luxusliner der "Camilla-Fluch" laste.
Camilla Parker Bowles, die Herzogin von Cornwall und Ehefrau von Prinz Charles, hatte das 90.000-Tonnen-Schiff vor drei Wochen getauft. Dabei war die Champagner-Flasche, die sie gegen den Bug warf, nicht zerschellt, was unter abergläubischen Seeleuten als böses Omen gilt.

Viele Passagiere hatten sich über mangelhafte hygienische Bedingungen an Bord des Schiffes beschwert, das sich erst auf seiner zweiten Kreuzfahrt befindet.

Reederei weist Schuld von sich
Ein Sprecher der Reederei Cunard sagte, dass 60 der betroffenen Passagiere bereits wieder gesund seien. Die übrigen 18 würden in ihren Kabinen medizinisch betreut. Es sei nicht erwiesen, dass sich der Virusherd auf dem Schiff befunden habe. "Solche Viren werden oft von Passagieren an Bord gebracht." Insgesamt waren für die Karibik-Fahrt der "Queen Victoria" rund 3.000 Passagiere an Bord gegangen.

Noroviren gehören zu den häufigsten Erregern einer Krankheit, die umgangssprachlich Magen-Darm-Grippe heißt und zumeist nach wenigen Tagen wieder abklingt. Ein Medikament gibt es nicht, Hygienemaßnahmen können eine Infektion aber verhindern. Infektiös ist vor allem Erbrochenes. Selbst rund 14 Tage nach der Krankheit können Betroffene andere noch anstecken. Kleine Kinder und Senioren sind besonders anfällig.

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