Tritte ins Gesicht
15-jähriger Deutscher schlägt Helfer zusammen
Er stieß den Mann gegen einen Fahrkartenautomaten und trat ihm nach Angaben der Polizei mehrere Male mit voller Wucht ins Gesicht. Anschließend ließ er ihn blutüberströmt im U-Bahnhof liegen. Durch Auswertung der Bilder der Überwachungskameras und eines Zeugenhinweises nahmen die Beamten noch am selben Tag einen polizeibekannten 15-Jährigen fest. Dabei wehrte er sich heftig. Ein Ermittlungsrichter erließ gegen den 15-Jährigen Haftbefehl wegen versuchten Totschlags.
Der 34-Jährige erlitt bei dem Überfall schwere Verletzungen. Seine Nase, sein Jochbein und sein Kiefer wurden gebrochen, außerdem fügte der Jugendliche ihm zahlreiche Schürfwunden und Blutergüsse zu. Der Mann wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Lebensgefahr besteht nicht. Nahezu der komplette Tatablauf konnte laut Polizei auf Videoaufzeichnungen in der U-Bahnstation verfolgt werden. Das Opfer selbst habe keine Angaben zur Tat machen können.
Fall brutaler Jugendgewalt schockierte im Dezember
Im vergangenen Dezember hatte ein ähnlicher Fall in München in ganz Deutschland Schlagzeilen gemacht. Zwei 20 und 17 Jahre alte Männer hatten ebenfalls in einem U-Bahnhof einen 76-jährigen Rentner brutal zusammengeschlagen. Im Juli diesen Jahres wurden die beiden Täter zu zwölf beziehungsweise achteinhalb Jahren Haft verurteilt. Der Fall hatte eine bundesweite Debatte über Jugendkriminalität ausgelöst.







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