BZÖ will mitregieren

Haider umwirbt FPÖ und ÖVP

Österreich
30.09.2008 08:14
Für BZÖ-Spitzenkandidat Jörg Haider ist die Gesprächsbasis mit der FPÖ derzeit "besser, als sie öffentlich dargestellt wird". Vor der Vorstandssitzung seiner Partei am Montag nach der Nationalratswahl machte der Kärntner Landeshauptmann eventuelle Koalitionsvorlieben von der ÖVP abhängig. Bedingung sei eine Absage an eine neuerliche Große Koalition. Unterdessen machen seit der Wahlfeier des BZÖ Spekulationen die Runde, wonach man schon in der Nacht auf Montag mit ÖVP und FPÖ erste Gespräche geführt habe. Ein offizielles Statement gab es vom BZÖ dazu nicht.

Haider bekräftigte die Vorliebe seiner Partei für ein Justiz- und Konsumentenschutz-Ministerium in einem. Bei der BZÖ-Sitzung wolle man vorwiegend die Ergebnisse des Wahlabends durchgehen, so Haider, und "über die Strukturen reden". Auch die "Marschrichtung" für die kommenden Wochen soll dabei festgelegt werden.

Wer BZÖ-Klubchef im Nationalrat wird, blieb vor der Sitzung offen. Haider schloss diese Funktion für sich selbst nicht aus, auch wenn er sein Nationalratsmandat nicht annehmen will. "Kreisky war nie im Parlament", nahm er den ehemaligen SPÖ-Bundeskanzler als Argument für eine solche Variante. Haider meinte aber, dass sich mehrere Personen für dieses Amt interessieren würden, darunter etwa auch der Wiener Spitzenkandidat Herbert Scheibner.

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