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Auch Strache stellt den Kanzleranspruch

29.09.2008, 12:22
Foto: APA/Helmut Fohringer
FPÖ- Chef Heinz Christian Strache will Kanzler werden. Vor Journalisten erinnerte er an "das Modell von 1999, wo der dritte im Land Kanzler wird". Dafür müssten ÖVP und SPÖ, ihre Ausgrenzung aufgeben, meinte Strache in einer ersten Reaktion vor dem Parlament. Noch sei es zu früh, ein endgültiges Urteil abzugeben, aber die FPÖ sei laut Hochrechnungen "auf dem Weg zu einem historischen Erfolg". SPÖ und ÖVP hätten hingegen historische Niederlagen zu verzeichnen.

Wie er konkret seinen Kanzleranspruch in die Tat umsetzen will, wollte Strache nicht im Detail erklären. "Konkret wird man sehen, wie das Ergebnis aussehen wird", sagte er. Auf die Frage, ob er eine Zusammenarbeit mit dem ebenfalls erstarkten BZÖ ausschließe, meint Strache nur: "Ich schließe alle Spekulationen aus." Das vorläufige Ergebnis sei auf jeden Fall  "als Grund zur Freude".

Bis auf weiteres wollte der FPÖ- Chef am späten Nachmittag keine Termine mehr absolvieren. In Begleitung von Lebensgefährtin Andrea Eigner zog er sich gegen 16.00 Uhr zunächst in die FPÖ- Klubräumlichkeiten im Parlament zurück. Weiter ging es laut Plan mit einem Auftritt bei "Wien heute" im Rathaus, erst gegen 22.00 Uhr wurde er im Festzelt erwartet.

Rosenkranz: FPÖ als "großer Gewinner"
"Die FPÖ ist der große Gewinner der Wahl", zeigte sich die niederösterreichische Obfrau Landesrätin Barbara Rosenkranz sehr erfreut über das Abschneiden ihrer Partei. "Mit diesem Sensationsergebnis stehen wir Freiheitlichen wieder im Zentrum der österreichischen Innenpolitik!" Freiheitliche Politik könne man auch in Zukunft nicht einfach übergehen. Die FPÖ stehe "vorbehaltlos zu Österreich".

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