So erfreulich der Rückgang im Bereich der Jugendkriminalität (- 12 Prozent) und der Banküberfälle (- 16%) auch ist, so alarmierend lesen sich die Einbruchszahlen: In 12.259 Wohnungen und 7.459 Häuser sind im Vorjahr Verbrecher eingedrungen. Das heißt, pro Tag schlagen Kriminelle rund 54- mal bei uns zu.
Auffällig: "Nur" 29 Prozent der Verdächtigen sind Inländer, 71 Prozent stammen von Banden aus dem Ausland, die für ihre Einbrüche nach Österreich einreisen. In der Negativ- Rekordliste führen dabei die Tätergruppen aus Serbien (19%) vor den Rumänen (11%), Georgiern (10%), Ungarn (7%) und Moldawiern (3%) - der Rest der verdächtigen Einbrecher (21%) stammt aus aller Herren Länder.
Zudem erklärte der Chef des Bundeskriminalamtes, General Franz Lang, dass immer mehr Täter sogar mit Mundschutz (!), Handschuhen und Socken über den Schuhen anrücken, um keine verwertbaren biologischen Spuren zu hinterlassen. Deshalb haben Kriminalisten einen Masterplan geschmiedet, um den Banden, deren Bosse oftmals "unauffällig" unter uns leben, den Kampf anzusagen: Verstärkte DNA- Tatortanalysen, internationale Kontakte und Prävention gehören zu den "Hauptwaffen".
Auch die Polizisten sollen besser geschult werden. Seit November läuft in Wien- Speising außerdem ein Probeversuch zur "exzessiven Spurensicherung" auch bei "kleinen" Einbrüchen.
von Christoph Matzl (Kronen Zeitung) und krone.at