"Elisabeth hat es nicht einfach gehabt", erzählte eine enge Vertraute der 56- Jährigen im "Krone"- Gespräch, "seit Jahren litt sie an einer gefährlichen Lungenkrankheit, konnte keine einzige Nacht ohne Sauerstoffmaske schlafen. Und zum Schluss wurde ihr deshalb auch schon die Arbeit mit den Tieren zu viel."
Tiere – das Ein und Alles der Wienerin. Am liebsten hatte sie Tauben. Hunderte der Vögel nahm sie im Laufe der Jahre bei sich in der Wohnung in der Wasserburggasse auf – nicht immer zur Freude der Nachbarn. "Aber sie hat die Tiere doch über alles geliebt und es nur mit guter Absicht gemacht", so die junge Bekannte.
Am Montagmorgen, kurz nach 4 Uhr früh, kam es im Schlafzimmer der Frau dann zum Drama. "Sie dürfte mit einer Zigarette in der Hand im Bett eingeschlafen sein", so ein Feuerwehrmann vor Ort. Aus dem Schwelbrand entwickelte sich rasch eine Feuersbrunst, ohne Chance für die Frau. Noch vor der Ankunft der Florianis wurden die Bewohner oberhalb der brennenden Wohnung von Polizisten evakuiert.
Als die Löschmannschaft gegen 4.30 Uhr eintraf, stand die Wohnung bereits in Vollbrand, das Stiegenhaus war völlig verraucht. Die Helfer konnten, nachdem sie die Wohnungstür aufgebrochen hatten, nur unter Atemschutz vorgehen und das Feuer löschen. Die Leiche der 56- Jährigen wurde später im Schlafzimmer gefunden. Die evakuierten Nachbarn konnten nach dem Einsatz in ihre Wohnungen zurück.