Das Wahlkampfbüro des Präsidenten erklärte der Zeitung am Dienstag, dass das von der Cardona- Familie gesammelte Geld bereits wieder zurückgezahlt wurde, insgesamt mehr als 200.000 Dollar. Auch weitere 100.000 Dollar, die der Cardona- Clan bei anderen Spendern eingesammelt hatte, wurden demnach zurückerstattet.
Der Fall ist deshalb so pikant, weil der im Zusammenhang mit Betrugs- und Drogendelikten aus den USA geflohene Cardona dem Bericht zufolge in den vergangenen Jahren mehrfach versucht hat, eine Begnadigung zu erreichen, um wieder zurückkehren zu können.
Der in Mexiko geborene Pepe Cardona ist als eines von neun Kindern mexikanischer Eltern im US- Staat Iowa aufgewachsen. 1992 wurde er dort laut "New York Times" wegen Betrugs zu fünf Jahren Haft verurteilt. Noch während des Berufungsverfahrens sei er - auf freiem Fuß - wegen Marihuana- Schmuggels festgenommen worden, wozu er sich 1994 auch schuldig bekannt habe.
Erneut auf Kaution frei, sei er untergetaucht und nach Mexiko geflohen, wo er zu einem führenden Casino- Betreiber aufgestiegen sei, der auch mit Gewalt und Korruption in Verbindung gebracht werde.