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Neue Regelung: Kellner klagen über verqualmte Lokale

10.07.2010, 17:13
Neue Regelung: Kellner klagen über verqualmte Lokale (Bild: APA/Herbert P. Oczeret)
Foto: APA/Herbert P. Oczeret
Gesundheitsminister Alois Stöger hat es geschafft, mit seinem halbherzigen "Nichtraucher- Gesetzchen" noch mehr Österreicher als bisher vor den Kopf zu stoßen. Raucher fühlen sich ins Eck gedrängt, Wirte werden zu fragwürdigen Investitionen gezwungen, Kellner sind oftmals noch höherem Krebsrisiko ausgesetzt als zuvor.

Die neuen Regeln führen oft genug dazu, dass sich in den nunmehrigen Raucher- Lokalen immer mehr auf immer kleineren Flächen zusammenrotten. "Bei uns konnten sich vorher auf 75 Quadratmetern alle Gäste entfalten. Nun ist der für Raucher reservierte Platz direkt an der Schank. Genau dort müssen wir uns aber zu 80 Prozent der Arbeitszeit aufhalten", schildert etwa die Wiener Kellnerin Monika Sch.

In dem sowieso schon total vollgequalmten Bereich drängen sich dann auch noch alle 20 Minuten jene Raucher auf ein Zigaretterl, die in ihrem Abschnitt keinen Sitzplatz bekommen haben und in die Nichtraucherzone ausgewichen sind.

"Ständig Hustenreiz im Hals"

"Wir fühlen uns wie in einer Rauchkuchl und haben ständig Hustenreiz im Hals. Sagen wir aber, wir werden ein Nichtraucherlokal, dann können wir gleich zusperren, weil unsere Gäste woanders hin ausweichen. Nur ein allgemeines Verbot würde alle gleichstellen und uns helfen", so die Wienerin.

"Sie und Tausende Arbeitskollegen in der heimischen Gastronomie sind dadurch einem massiven Krebsrisiko durch Passivrauchen ausgesetzt. Wenn bei ihnen die Krankheit ausbricht, wird wohl der Herr Minister längst nicht mehr im Amt sein", sagt dazu Rauchsheriff Dietmar Erlacher.

von Florian Hitz, Kronen Zeitung

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