Und hier die konkreten Vorwürfe Martins, die für ihn „einem neuen EU- Pensionsskandal“ gleichkommen:
- Das durchschnittliche sogenannte Ruhegehalt der EU- Frührentner belief sich auf 5.892 Euro monatlich.
- Das Durchschnittsalter aller in den Jahren von 2006 bis 2008 in den vorzeitigen Ruhestand getretenen EU- Beamten betrug "zarte" 52,4 Jahre.
- Ein Drittel aller österreichischen EU- Beamten, die bereits in Pension gingen, sind Frührentner. Ähnlich hoch ist dieser Prozentsatz auch in Deutschland.
- Nicht mehr benötigte Spitzenbeamte wurden mit bis zu 10.000 Euro Monatsgehalt in die Frührente verabschiedet.
Dass diese üppigen Pensions- und Frühpensionsregelungen viel Geld kosten, versteht sich von selbst. So geht aus Anfragebeantwortungen der EU- Behörden an Martin hervor, ...
- dass die Kosten für alle allein im Jahr 2008 im Ruhestand befindlichen EU- Beamten fast eine Milliarde Euro betrugen,
- die „Verbindlichkeiten (sprich Schulden) im Rahmen des Versorgungssystems der Gemeinschaften“ 2007 auf bereits 31,6 Milliarden Euro angestiegen waren.
Die Maßnahmen, die sich H.- P. Martin wegen dieser „Ausbeutung der EU- Steuer- und Nettozahler wie Österreich“ erwartet: Die EU- Beamtenprivilegien sollen auf die Tagesordnung des EU- Gipfels Mitte Juni in Brüssel gesetzt werden, „weil in Zeiten der Wirtschaftskrise ein Privilegien- Rückbau notwendig ist“.
Kronen Zeitung