"Die Liebe siegt"
Berlusconi plant Wahlplakate mit verletztem Gesicht
Außerdem wolle Berlusconi seine Mitte-Rechts-Partei "Volk der Freiheit" (PDL) in eine "Partei der Liebe" umwandeln - dabei sei Liebe in christlichem Sinne zu verstehen, berichtete die römische Tageszeitung "Il Messaggero" am Dienstag. Berlusconi wolle zeigen, dass er auf derselben Wellenlänge wie der Papst sei. Dementsprechend werde auf den Plakaten auch "Schluss mit Hass" zu lesen sein.
Versprechen: "Unser Italien verbessern"
Mit einer massiven Werbekampagne hofft Berlusconi, dass seine im vergangenen März gegründete Partei PDL in wenigen Wochen eine Million Mitglieder erreichen wird. "Ich habe meine Arbeit wieder aufgenommen, weil ich noch vieles tun muss, um das den Italienern gegebene Versprechen zu erfüllen: unser Italien zu verbessern. Mein Ziel ist, dass die PDL eine Million Mitglieder erreicht. Eine Million Personen, die mit uns für das Wohl des Landes arbeiten wollen", schrieb Berlusconi in einem Brief an einen PDL-Aktivisten, der in einem Internet-Forum veröffentlicht wurde.
Im Brief dankte Berlusconi für die Solidaritätserklärungen der Mitte-Rechts-Wähler nach dem Angriff durch einen Verwirrten am 13. Dezember in Mailand: "Es hilft mir zu wissen, dass ich von so vielen Menschen unterstützt werde, die aufbauen und nicht zerstören wollen." Nach dem Angriff musste Berlusconi wegen einer Nasenfraktur und einer Unterlippen-Verletzung fünf Tage in einer Klinik verbringen.
Premier will seine Kompetenzen ausgeweitet sehen
Nach seiner Rückkehr in das öffentliche Leben am 7. Jänner werde sich Berlusconi voll für institutionelle Reformen engagieren, erklärte sein Pressesprecher Paolo Bonaiuti. "Die Regierungskoalition und die Opposition sollten sich bemühen, zusammen die Reformen durchzusetzen, wie es die Italiener fordern. Das Land ruft uns zum Dialog auf. Es ist im Interesse aller Parteien, auch der Linken, eine harmonische Debatte über die Reformen in die Wege zu leiten."
Man müsse mit den wesentlichen Staatsreformen beginnen, vor allem der Reform des Parlaments. Die Zahl der Parlamentarier müsse reduziert werden. Außerdem müssten die Kompetenzen des Premierministers erhöht und die Prozeduren zur Verabschiedung von Gesetzen vereinfacht werden, erklärte Bonaiuti.







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