Geheime Mission

Kärntner darf zu Gebetsstätten der Aborigines

Kärnten
29.11.2008 18:46
Der Kärntner Jürgen Steiner ist derzeit an einem Ort, den wohl nie zuvor ein Europäer betreten hat: Die australischen Ureinwohner haben den Veredelungstechniker in einer geheimen Mission zu ihren Gebetsstätten gebracht, um ihre Jahrtausende alten Höhlenmalereien vor dem Verfall zu retten. Steiner erzählt von mystischen Orten, gastfreundlichen Aborigines und der verblassenden Felskunst.

Die 5000 bis 30.000 Jahre alten Malereien in Queensland drohen für immer verloren zu gehen. Auf Wunsch der Aborigines hat die Regierung dem Kärntner und seinem Partner, Günther Fölser, den 
Auftrag erteilt, die Relikte zu sanieren. 

Wo die gesamte Technik versagt
"Ohne die Aborigines, mit denen wir uns sehr gut verstehen, kommt man hier nicht mehr heraus. Sie haben uns an besondere Orte geführt, wo über Jahrtausende hinweg Rituale abgehalten wurden. Hier hat dann die gesamte Technik versagt", berichtet Steiner aus dem Busch. 

Lage der Gebetsstätten bleibt geheim
Er ist an besondere Orte gelangt, die er nur betreten dürfe, weil er die alten Zeichen rettet - die genaue Lage der Gebetsstätten bleibt ein gut gehütetes Geheimnis. Steiner: "Viele der Zeichen sind aber kaum mehr zu erkennen. Hoffentlich gelingt es uns, die Farben richtig zu verstärken."

von Thomas Leitner, Kärntner Krone

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