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Strache bezeichnet Wiener SPÖ als "Islamistenpartei"

19.08.2010, 12:48
Strache bezeichnet Wiener SPÖ als "Islamistenpartei" (Bild: APA/GEORG HOCHMUTH)
Foto: APA/GEORG HOCHMUTH
Nach zwei Wochen Ibiza- Urlaub hat sich FPÖ- Chef Heinz- Christian Strache in den Wiener Gemeinderatswahlkampf zurückgemeldet. In einer Pressekonferenz attackierte er am Donnerstag die SPÖ als "Islamistenpartei", warnte vor "zu viel Fremdem" und attestierte Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ), "geistig im Tiefschlaf" zu sein. Die Kritik an seinen "Wiener Blut"- Plakaten wies er als "linkslinke Pervertierung des Begriffs" zurück.

Um seine Sicht der Dinge zu veranschaulichen, ließ Strache die wartenden Journalisten zu Beginn minutenlang mit "Wiener Blut"- Walzerklängen samt passender Diaschau bespielen. Erst dann setzte er sich mit den Worten "Ist das nicht schön?" ans Podium und schwärmte von Operette, Walzer und dem Vielvölkerstaat der Monarchie, der von einer mitteleuropäischen christlichen Kultur geprägt gewesen sei.

"Gegen zu viel, nicht gegen das Fremde"

All das sei mit "Wiener Blut" gemeint. "Den Begriff als Nazi- Diktion zu bewerten, ist pervers", sagte er. Im Übrigen wende sich das FPÖ- Plakat "gegen zu viel Fremdes, nicht gegen das Fremde". Die SPÖ habe genau dies aus den Augen verloren, angesichts von 36 entsprechenden Kandidaten könne man den Eindruck gewinnen, "dass sie eine Islamistenpartei geworden ist".

Strache sehnte sich nach den verstorbenen Wiener SPÖ- Bürgermeistern Leopold Gratz und Helmut Zilk zurück, diese hätten noch auf die Bevölkerung samt ihrer Kultur und Tradition geschaut. "Häupls Wiener SPÖ ist bestenfalls eine Karikatur der einstigen stolzen Sozialdemokratie", so Strache. "Ich glaube, es ist Zeit, dieses rote Diktat demokratisch abzuschütteln."

Kickl ortet "organisierten Wahlbetrug"

Untergriffe gegen Häupl kamen auch von FPÖ- Generalsekretär Herbert Kickl. "Der Bürgermeister, und das ist die nächste Heuchelei, wird einmal noch aufgepeppelt und sozusagen amerikanisch infiltriert in die Auslage gesetzt, dann hat er seine Schuldigkeit getan." Jeder wisse, dass die Wähler kurz nach der Wahl von der in "Endzeitstimmung" befindlichen SPÖ jemand anderes vorgesetzt bekommen würden. "Das ist organisierter Wahlbetrug", so Kickl.

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