Mit 9 Millionen Euro

Bildungsgarantie für Jugendliche wird gestützt

Burgenland
30.11.2009 15:47
Für 250 Burschen und Mädchen im Alter von 15 bis 18 Jahre beginnen am Dienstag Lehrgänge im Rahmen der von Landeshauptmann Hans Niessl (SP) in den vergangenen Wochen und Monaten groß angekündigten "Ausbildungsgarantie" für Jugendliche. Insgesamt soll mit finanziellen Mitteln im Ausmaß von rund neun Millionen Euro von EU, Bund und Land etwa 1.000 Jugendlichen eine Ausbildung ermöglicht werden. Der finanzielle Anteil des Landes bei den Maßnahmen beläuft sich auf rund 3,3 Millionen Euro.

Für 18- bis 25-Jährige stünden im Rahmen des Projekts "Jobtimismus" zudem weitere 109 Plätze in neun Kursen zur Verfügung. Auch das AMS biete für junge Arbeitsuchende 239 Plätze in 18 Kursen an, erläuterte Niessl. Unter dem Motto "Reif für den Job" sollen arbeitsuchende Jugendliche des Weiteren die Möglichkeit bekommen, die Reifeprüfung abzulegen itere 50 Plätze. Schließlich werden zwei Jugendstiftungen mit insgesamt 170 Plätzen angeboten. Ein Großteil der Maßnahmen sei bereits angelaufen, "Reif für den Job" soll Anfang 2010 starten.

Bei Mehrbedarf gibt's mehr Ausbildungsplätze
Im Rahmen des Berufsausbildungsgesetzes, das den Initiativen zugrundeliegt, stehen insgesamt 446 Plätze in 40 Kursen zur Verfügung. Er hoffe, dass die Jugendlichen dieses Angebot auch annehmen, sagte Niessl: "Wenn wir weitere Ausbildungsplätze benötigen, dann werden weitere Ausbildungsplätze geschaffen."

Leider würden Unternehmen jedoch immer weniger Facharbeiter ausbilden, obwohl es hohe Förderungen für Lehrplätze gebe, erklärte Soziallandesrat Peter Rezar (SP). Der Wirtschaftskammer Burgenland beispielsweise stünden rund zwei Millionen Euro für die Lehrstellenförderung zur Verfügung.Man befinde sich "in einer paradoxen Situation": Die Unternehmer wollten gut ausgebildete Facharbeiter, würden aber selbst nicht mehr in genügender Anzahl ausbilden. Die Rolle des Lehrlingsausbildners müsse daher vielfach von der öffentlichen Hand übernommen werden.

AMS rechnet mit Aufschwung im kommenden Jahr
In der Wirtschaft rechne man damit, dass es bereits im kommenden Jahr bergauf gehe, so AMS-Landesgeschäftsführerin Helene Sengstbratl. Beim Arbeitsmarkt hingegen ließen Prognosen noch einen Zuwachs der Arbeitslosigkeit noch bis 2013 erwarten. "Wir müssen uns warm anziehen und wir müssen bis 2013 die Zeit sinnvoll nutzen", so die AMS-Chefin.

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