Mi, 22. November 2017

Nach sechs Jahren

14.06.2008 14:18

R. Kelly von Gericht freigesprochen

Ein Geschworenengericht hat den US-R&B-Star R. Kelly am Freitag von allen Vorwürfen der Kinderpornografie freigesprochen. Der Musiker und Produzent war bereits vor sechs Jahren angeklagt worden, sich selbst beim Sex mit einer damals angeblich 13-Jährigen gefilmt zu haben. Sowohl Kelly als auch das inzwischen 23-jährige Mädchen hatten stets abgestritten, die Personen auf dem fraglichen Video zu sein. Bei einer Verurteilung hätten ihm maximal 15 Jahre Haft gedroht.

Die Aufnahmen waren im Jahr 2002 der Zeitung "Chicago Sun-Times" zugespielt worden. Die Zeitung hatte das Video der Polizei übergeben. Seitdem verzögerte sich der Prozess immer wieder. Die 27 Minuten lange Aufnahme zeigt, wie ein Mann einer jungen Frau zunächst Geld gibt. Danach tanzt die Frau, bevor die beiden Geschlechtsverkehr haben. Das Gesicht des Mannes ist oft nur unscharf zu erkennen. Er gibt in monotoner Stimme Anweisungen, sie nennt ihn "Daddy".

Verteidiger Sam Adam hatte die Geschworenen zuletzt davon zu überzeugen versucht, dass Kelly nicht der Mann in dem Video sein könne. Er ließ den Film an einer Stelle anhalten, an der der Mann mit nacktem Rücken zu sehen ist und verwies darauf, dass Kelly einen Leberfleck hat - der Mann im Film aber offensichtlich nicht. "Um die Wahrheit zu sagen, da ist kein Leberfleck, und das bedeutet: Er ist es nicht. Und wenn er es nicht ist, können Sie ihn nicht verurteilen."

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