Schon das letzte Wahlergebnis auf Bundesebene war für die Sozialdemokraten problematisch und wurde durch das Desaster in Graz bestätigt, aber fast noch problematischer sind die jüngsten Umfrageergebnisse zur Sonntagsfrage. Mit nur mehr 15% Zustimmung liegt Rot lediglich ein paar Prozentpunkte vor bedeutungslosen Kleinparteien. Und das passiert einer Partei, die unter Bruno Kreisky, dem vermutlich letzten wirklichen Staatsmann dieser Republik, drei Legislaturperioden lang die absolute Mehrheit hatte. Merkwürdigerweise verfällt der aktuelle Bundesparteivorsitzende Babler trotz dieser misslichen Lage in fast narzisstisch anmutendes Selbstlob und verpasst sich selbst eine Spitzenbewertung. Aber nicht nur Personen, sondern vor allem Inhalte wie das Schüren von Neidkomplexen mit sogenannten „Millionärs“- und Erbschaftssteuern und fast kommunistisch anmutenden Teilenteignungsfantasien, die dann ohnehin wieder nur den Mittelstand treffen, oder die Zustimmung zur grenzenlosen Einwanderung in die Sozialsysteme haben entscheidende Beiträge für den Abstieg geleistet. Es brennt der Hut und die Verantwortlichen sollten sich ernsthaft etwas überlegen, denn die Richtung stimmt anscheinend schon lange nicht mehr und in letzter Zeit wurde bei jeder Weggabelung falsch abgebogen.
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