Zum Ersten wünsche ich Herrn Marterbauer viel Kraft für die kommende Zeit. Gleichzeitig empfinde ich es als Affront, normalsterblichen Arbeitnehmern gegenüber zu verkünden: ICH mache diese Therapie so nebenbei. Heißt das jetzt, jeder, der an Krebs erkrankt ist, soll in Zukunft gefälligst weiterarbeiten? Nicht jeder wird im Dienstfahrzeug zur Arbeit, oder bei Unwohlsein nach Hause gebracht. An einer öffentlichen Haltestelle schaut’s schon anders aus, wenn man sich nur noch zusammenrollen und die Welt vergessen möchte. Herr Marterbauer, arbeiten Sie weiter, wenn Sie können, aber bringen Sie Arbeitgeber nicht auf schlimme Gedanken den kranken Arbeitnehmern gegenüber. Persönlich wünsche ich Ihnen, dass Sie diesen Kampf gewinnen.
Anneliese Pflügler, Wien
Erschienen am So, 19.7.2026
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