Noch stehen sie ja, die Dome, die Kirchen, die vielen Dorfkirchen. Zeugnisse unserer jahrhundertealten Kultur mit entsprechenden Denk- und Verhaltensweisen. Aber der Besuch lässt nach, die Anzahl der Gläubigen geht rasant zurück. Im Wiener Dom gibt es schon fast weniger Gottesdienstbesucher als in der großen Moschee am Wiener Donauufer. Kirchen werden geschlossen, umgewandelt, anderen Zwecken zugeführt, manche sogar an jeden Meistbietenden verkauft. Ein großer Wandel hat eingesetzt. Und müsste man diesem Wandel nicht auch überall Rechnung tragen, auch in der Bundeshymne? Dort spricht man ja jetzt auch statt „Heimat bist du großer Söhne (...) das Schöne“ jetzt von „Heimat bist du großer Töchter und Söhne“. Ja, zeitgemäß müsste es da wohl auch heißen „Land der Moscheen und Dome (...) am Strome“.
Peter Lang, Wien
Erschienen am So, 5.7.2026
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