Bist du deppert!“, schrie Reporter Daniel Warmuth nach dem Treffer von Sasa Kalajdzic zum 3:3 in Minute 96 ins Mikrofon! „So was habe ich nicht mal im Entferntesten erlebt“, zeigte sich Ralf Rangnick (wie Tausende Zuschauer) nach dem Fußballkrimi gegen Algerien fassungslos. Mit dem Tor von „Joker“ Sasa Kalajdzic in der letzten Sekunde der Verlängerung schaffte Österreich doch noch den Einzug ins Sechzehntelfinale der WM. Nachdem unser Team zweimal in Führung ging, schaltete Algerien nach jedem Tor der Österreicher einen Gang höher und schaffte den Ausgleich. Kurz vor Spielende schien es, dass sich beide Teams mit dem Spielstand von 2:2 zufriedengeben. Dann die kalte Dusche, als in der 93. Minute Algerien unser Team mit dem dritten Treffer kalt erwischte. Als darauf Trainer Rangnick noch Sasa Kalajdzic einwechselte und dieser mit seiner ersten Aktion den Ball in letzter Sekunde zum 3:3 per Kopf im Tor Algeriens versenkte, war der Wahnsinn perfekt. Nach 44 Jahren schaffte die österreichische Nationalmannschaft den Sprung unter die besten sechzehn Mannschaften bei einer WM. Auch wenn die Gruppe mit Argentinien, Jordanien und Algerien nicht einfach war, steht mit dem kommenden Match gegen Spanien eine noch größere Herausforderung bevor. Gegen Titelanwärter Spanien, der noch nicht in Topform ist, sind wir klarer Außenseiter. Wie wir bei den Spielen in der Vorrunde gesehen haben, ist im Fußball vieles möglich und die Spieler können mit einer starken Leistung hoffentlich mithalten. Österreich ist noch nicht fertig, schrieb die Social-Media-Abteilung des ÖFB. Und auch David Alaba kündigte an, weiter Geschichte schreiben zu wollen. „Jetzt wollen wir gegen Spanien erfolgreich sein“, glaubt der Kapitän an die ganz große Sensation im Sechzehntelfinale. Die nächste Nervenschlacht für das österreichische Team und für die Fans steht bevor!
Mag. Hans Rankl, St. Pölten
Erschienen am Di, 30.6.2026
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