Der „Internationale Tag der Familie“ am 15. Mai sollte zum Anlass genommen werden, dieses weitgehend vernachlässigte Thema angesichts der demographischen Problematik politisch zu thematisieren und nach Lösungen zu suchen, denn die Geburtenrate hierzulande ist vergangenes Jahr auf einem bisherigen Tiefpunkt angekommen. Die Rahmenbedingungen für Familien und Kinder müssten von der Politik unter Einbeziehung der Wirtschaft dringend umstrukturiert und verbessert werden. Die Anhebung von direkten und indirekten Förderungen sollte im Vordergrund stehen, um insbesondere berufstätige inländische Elternpaare verstärkt zu unterstützen und ihnen auch mehr als nur ein Kind zu ermöglichen. Man sollte auch mit der negativen Konditionierung der Kategorie Familie aufhören und Kinder nicht ständig als Problem darstellen und mit polemischen Begriffen wie „Karrierekiller“, auch „Armutsfalle“ oder „Jobbremse“, in Verbindung bringen. Beruf und Kind sind kein Widerspruch, sondern eine Selbstverständlichkeit in Zeiten wie diesen, umgekehrt ist Kind ohne Job das eigentliche Problem. In Deutschland ist man neuerdings nicht mehr kinderlos, sondern kinderfrei, was eine positive Konditionierung dieser Lebensform bedeutet. Letztlich hängen Pensions- und Familienpolitik kausal stark zusammen und der Generationenvertrag und das damit verbundene Umlagesystem sollten auch individuell eingehalten werden, wobei Abschläge diskutabel sind. Die Politik kann zwar die Fertilität nicht direkt beeinflussen, sollte aber für positivere Rahmenbedingungen als Biotop für Familien sorgen. Eine Gesellschaft, die niedrige und permanent sinkende Geburtenraten als Normalität hinnimmt, nicht gegensteuert und nur auf Zuwanderung setzt, hat sich selbst aufgegeben.
Mag. Martin Behrens, Wien
Erschienen am Fr, 15.5.2026
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