Noch sind wir meilenweit von einer neuen Regierung entfernt, da wirft der neue Nationalrat schon seine blauen Schatten voraus – genauer gesagt: die Besucherliste des neugewählten Ersten Nationalratspräsidenten scheint gewöhnungsbedürftig. Viktor Orbán, den Anti-Demokraten aus Ungarn, einzuladen, passt da sehr gut ins blaue Bild. Wahrscheinlich wird sich Österreich unter der Patronanz der Blauen noch öfter solch illustrer Staatsgäste erfreuen können – vielleicht aus Nordkorea oder Südamerika, da gibt’s auch welche der Marke Orbán. Wenn Herr Rosenkranz das richtig findet, Österreich auf diese Weise ins rechte Licht zu rücken, wird Rosenkranzbeten möglicherweise nicht viel helfen, aber versuchen kann man’s, die blauen Schatten damit zu vertreiben. Wer gerne „böse Buben“ einlädt, gibt den Blick in sein Innerstes preis. Hoffen wir, dass es bei dem einen Ausrutscher von Rosenkranz bleibt, damit es kein „schmerzhafter“ wird.
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