Das freie Wort

„Pressestunde“ mit Gabriel Felbermayr

Lieber Herr Gabriel Felbermayr, ich schreibe in letzter Zeit sehr selten, es sei denn, es erlaubt sich jemand einen Aufreger der Sonderklasse! Den verursachen Sie derzeit mit Ihrer Forderung nach einer Erhöhung der Grundsteuer. Wie ich annehme, zahlen Sie Miete oder sind sogar Hausbesitzer. In beiden Fällen sind Sie betroffen. Wie ich Ihrem Alter entnehme, müssen Sie (oder haben das bereits getan) Ihre Immobilie, die etwa dem Standard vor der Klimakrise entspricht, adaptieren. Was übrigens auch dem Großteil der Bevölkerung nicht erspart bleibt, wenn die Betroffenen eine Entwertung ihres Wohnhauses um bis zu 50% nicht in Kauf nehmen wollen. Die Belastungen, verursacht durch die erforderlichen Maßnahmen zur Klimawende, haben nicht nur viele Österreicher um einen nicht unerheblichen Teil ihres Vermögens gebracht, sondern letztlich auch deren Erben! Meinen Sie nicht, Herr Felbermayr, dass Ihre Forderung zur Unzeit kommt, ja sogar mehr als unsensibel einem großen Teil der Bevölkerung gegenüber ist? Ich denke, die an der Grenze des Zumutbaren bereits vorhandenen Belastungen für Hausbesitzer oder Häuslbauer dürften mehr als ausreichend sein!

Herbert Höselmayer, Klostermarienberg

Erschienen am Mi, 23.10.2024

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