Das freie Wort

Taylor-Swift-Hysterie

Dass die Fans enttäuscht sind, verstehe ich völlig. Aber diese Hysterie nicht. Sogar unser Kanzler mischt sich unter die Swifties und trauert mit ihnen – und Psychotherapeuten reiben sich schon die Hände. Was ist das für eine Welt geworden? Diese Kids und ihre Familien sollten froh sein, dass nichts passiert ist. Denn dann hätten sie berechtigten Grund zur Hysterie, unser Kanzler zu Trauer und Anteilnahme und die Psychotherapeuten wären zu Recht überfordert gewesen. Liebe Eltern, erklärt euren Swifties, wie viel Glück sie eigentlich hatten und dass es viel wichtigere Dinge gibt, über die man betrübt sein kann. Lieber Kanzler, ja, es stehen wieder einmal Wahlen vor der Tür. Aber das ist kein Grund, sich die Enttäuschung der Fans anzueignen und sich mit ihnen ablichten zu lassen. Das ist scheinheilig. Liebe Psychotherapeuten, wenn die Eltern ihre Sache gut machen, ersparen sie sich viel Geld, und ihr habt Zeit für die Menschen, die eure Hilfe wirklich benötigen.

Werner Schnell, Siegendorf

Erschienen am Mi, 14.8.2024

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