Bereits vor einigen Monaten erfolgte der „Anpfiff“ von BK Stocker dieser anscheinend besonders harten Partie namens Wehrdienstreform. Trotz des spürbaren Versuchs, als Reformantrieb in diesem ansonsten eher matten Trio zu agieren, bleibt beim Beobachter am Spielfeldrand ein fader Beigeschmack. Man muss sich als Laie ernsthaft fragen, ob es dem Großteil der Bevölkerung nicht mittlerweile völlig schnurzegal ist, ob der Wehrdienst auf 6, 8 oder 9 Monate verlängert wird. Auch das von der SPÖ ins Spiel gebrachte „6 plus 2“-Modell wirkt da eher wie taktisches Geplänkel als der große Wurf. Die diversen Monsterdebatten der letzten Zeit lassen stark bezweifeln, ob die österreichische Lieblingsform des „Drüberrettens“ in einen windelweichen Kompromiss hier tatsächlich der Weisheit letzter Schluss ist. Was es braucht, sind klare Entscheidungen statt endlosen Postenschachers und Scheingefechten auf dem Rücken der Betroffenen.
Josef Pratsch, Angern
Erschienen am Mi, 3.6.2026
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