Wieder einmal ist man sich einig, eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie muss her. Der Bericht in der „Krone“ spricht eine deutliche Sprache. Christoph Haselmayer, IFDD-Chef, zeigt uns deutlich: Die Bevölkerung will Taten. Herkunftsbezeichnung in der Gastronomie, Schutz vor Lebensmitteln mit fragwürdigen Produktionsbedingungen und faire Bedingungen für heimische Bauern. Die Frage des Tages „Würden Sie für Bio-Lebensmittel beim Wirt mehr zahlen?“ wird von 44% mit Ja und von 56% mit Nein beantwortet. Umfragen sind das eine, gelebtes Einkaufen das andere. Bio, selbstverständlich, ebenso ein Verständnis für die Bauern. Es geben 97% der Befragten an, die Arbeit der Bauern zu schätzen, ein Traumwert. Nun zurück auf den Boden der Realität. Sagen kann man bei Umfragen viel. Der Inhalt des Einkaufswagens spricht eine vollkommen andere Sprache. Viel und billig. Der Satz von oben müsste also lauten „.will Taten, aber bezahlen sollen die anderen“. Wie man es dreht und wendet, die Einkaufsrealität sieht anders aus.
Gerhard Forgatsch, Wien
Erschienen am Mi, 3.6.2026
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