Ich kann den neuen deutschen Verteidigungsminister Boris Pistorius nur allzu gut verstehen. Hinter seiner vorläufigen Weigerung, den Leopard in die Ukraine zu schicken, steckt nicht etwa Duckmäuserei. Auch nicht primär die Sorge wegen technischer und logistischer Probleme. Es sind die Bedenken, wohin ein solcher Schritt führen würde. Die Geschichte zu Ende denken, wie es so schön heißt. Bisher konzentrierte sich die militärische Hilfe für die Ukraine mehr auf defensive Haltung bzw. Verteidigung. Der Leopardpanzer ist eine Offensivwaffe. Wie würde Putin militärisch reagieren? Etwa durch intensivere Luftschläge oder gar mit Nuklearwaffen? Würde Deutschland und damit Gesamteuropa endgültig in den Krieg hineingezogen werden? In einen Flächenbrand mit verheerenden Folgen? Wobei wir die Bezeichnung Dritter Weltkrieg noch nicht verwenden möchten. Amerika hat da leichter reden. Sie sind geografisch weit entfernt, und für sie ist Europa längst vorgeschobener Kommandoposten. Zelenskijs Videobotschaften in militärgrünem T-Shirt sind eindringlich, aber seine Forderungen sind irreal. Außenminister Schallenbergs Forderung nach Augenmaß ist nicht so weltfremd. Es wird Zeit, dass sich die westeuropäischen Staaten darauf einigen, welche Lösung sie haben wollen, und dass in weiterer Folge dann mit Putin Klartext geredet wird. Nicht auf Diplomaten-, sondern auf höchster Ebene. Durch eine Gipfelkonferenz der Regierungschefs. Am besten in Wien, als neutralem Ort.
Andreas Stemberger, St. Veit
Erschienen am Mo, 23.1.2023
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