Seit Beginn des Iran-Krieges kritisiert das Kirchenoberhaupt ganz offen die Politik der USA. Dass es dadurch zwischen dem amerikanischen Präsidenten und Papst Leo XIV. gewaltig brodelt, zeigte der Pontifex bei seiner Afrikareise, wo er während eines Kamerun-Besuchs einmal mehr deutliche Worte fand. Er übte scharfe Kritik an Staats- und Regierungschefs, die Milliarden für Kriege ausgeben. Die Welt werde „von einer Handvoll Tyrannen verwüstet“, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche. „Selig sind die Friedensstifter! Wehe jedoch denen, die die Religionen und selbst den Namen Gottes für ihre militärischen, wirtschaftlichen und politischen Zwecke verbiegen und damit das Heilige in Schmutz und Finsternis ziehen!“ Bei seiner Rede in Kamerun kritisierte der Papst Politiker, die „die Augen davor verschließen, dass Milliarden für Tod und Zerstörung ausgegeben werden, während die für Heilung, Bildung und Wiederaufbau benötigten Mittel nirgends zu finden sind. Die Kriegsherren tun so, als wüssten sie nicht, dass es nur einen Augenblick dauert, etwas zu zerstören, während oft ein ganzes Leben nicht ausreicht, um es wieder aufzubauen.“ Die Antwort des von krankhaftem Größenwahn getriebenen amerikanischen Präsidenten, der sich auf peinlichen KI-Bildern immer wieder wie Jesus zeigt, ließ nicht lange auf sich warten. Auch Trumps Vize JD Vance meinte, der Papst sollte „vorsichtig“ sein! Dass sich der sonst zurückhaltende Papst mit Blick auf die vielen Konflikte so deutlich zu Wort meldet, verdient Achtung! Vor allem seine Kritik am Iran-Krieg, welcher eine weltweite Krise mit noch unabsehbaren Auswirkungen zur Folge hat, trifft genau den Punkt.
Mag. Hans Rankl, St. Pölten
Erschienen am So, 19.4.2026
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