In den Medien wird jetzt sehr oft nur mehr die weibliche Form verwendet, wenn es sich um Institutionen oder Organisationen, die Männer und Frauen beinhalten müssten, handelt. Früher war für uns Frauen klar, dass mit den Bürgerinnen, Leserinnen oder Österreicherinnen wir gemeint sind. Leider muss ich heute sehr oft feststellen, dass die männliche Form immer seltener angewendet wird. Ich würde die Damen und Herren, besonders in den Nachrichtensendungen, ersuchen, die Anrede Bürgerinnen und Bürger, Pädagoginnen und Pädagogen usw. zu verwenden, denn dann kann man klar erkennen, welche Personengruppe gemeint ist. Es gäbe auch die Möglichkeit, wenn es den Sprechern nicht gefällt, ständig über die Polizistinnen und Polizisten, die Soldatinnen und Soldaten, die Kundinnen und Kunden oder die Lehrerinnen und Lehrer zu berichten, einfach die Formulierung „die Exekutive,“ „das Heer“, „die Kundschaft“ oder „das Lehrpersonal“ zu verwenden. Es gibt noch viele solcher Beispiele. Aber bitte nicht diese irritierende Form des Feminismus, die angeblich alle einschließt, aber immer öfter Verwirrung stiftet.
Monika Strein, per E-Mail
Erschienen am Di, 18.5.2021
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