Verwirrspiel um Iran

Trump über neue Angriffe: „Müssen was Großes tun“

Außenpolitik
04.11.2026 07:27

US-Präsident Donald Trump tritt zwar Spekulationen entgegen, er plane nach den US-Zwischenwahlen neue Angriffe gegen den Iran, doch zwischen den Zeilen verstecken sich dennoch ernste Drohungen gegen die Führung in Teheran.

In einem Interview der britischen „Financial Times“ wenige Stunden vor Schließung der Wahllokale in den USA sagte Trump nach Angaben der Zeitung, die USA hätten keine unmittelbaren Pläne für einen Angriff. „Wir scheinen alles zu bekommen, was wir wollen“, sagte der Präsident demnach zum momentanen Stand des Konflikts mit der Islamischen Republik. In einem Telefoninterview mit dem Sender Fox News noch in der Wahlnacht teilte der Staatschef mit: „Wir müssen etwas Großes tun (...) Viele Leute würden einen schweren Schlag lieben.“ Als ein neues mögliches Militärziel wird seit Tagen ein mutmaßlicher Atomkomplex südlich von Teheran ins Spiel gebracht. Unter dem Berg Kolang, auch als „Pickaxe Mountain“ bekannt, soll sich ein Atomkomplex befinden.

Trump: „Wir sind schussbereit“
Mehrere Medien hatten zuletzt über Pläne Washingtons berichtet, nach der US-Kongresswahl gemeinsam mit Israel erneut Angriffe gegen den Iran zu fliegen. Der „Financial Times“ sagte Trump nun: „Ich bin bereit, wir sind bereit. Wir sind schussbereit, falls wir zuschlagen müssen, aber vielleicht gibt es gar keinen Grund dafür.“ Am Vortag hatte er bereits dem US-Nachrichtenportal „Axios“ am Telefon gesagt, er habe „keine Eile“, eine Entscheidung dazu zu fällen.

Fakt is allerdings: Die militärische Eskalation hat bereits wieder begonnen. Denn die USA haben am 2. November iranische Ziele auf der Insel Qeschm angegriffen. Trump hat diese Angriffe am 3. November bestätigt. Angesichts der Sorge vor einer Rückkehr zum offenen Krieg bemüht sich der Golfstaat Katar weiter um Vermittlung. „Wir bleiben hoffnungsvoll, dass es noch eine Chance gibt für eine Einigung und um Bedingungen zu schaffen für zukünftige Verhandlungen“, sagte Außenamtssprecher Majid al-Ansari.

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