Klaus Herrmann ärgert sich zu Recht über die Vorsitzende der ÖH an der Grazer Uni, die in einem Interview mit der „Kleinen Zeitung“ Proteste in Österreich „wie in vielen anderen Ländern“ ankündigt. Auch bei uns verwandeln sich Studierende in eine unzufriedene Bevölkerungsgruppe. Grund: Viele von ihnen ahnen, dass eine universitäre Ausbildung auch schnurstracks in die Arbeitslosigkeit führen kann. Gerade bei der Anzahl der sog. Orchideenfächer sind unsere Unis Spitzenreiter. Der heimische Uni-Bereich wurde künstlich aufgebläht. Beweis: Wir 9,2 Mio. Österreicher leisten uns 23 öffentliche Unis. Die 9,1 Mio. Schweizer hingegen kommen mit genau der Hälfte aus. Zusätzlich gibt es bei uns 18 private Universitäten, 21 FHs und 14 Pädagogische Hochschulen. Dafür werden wir Steuerzahler wie Zitronen ausgepresst. Nur mit unseren Geldern gelingt es, den Hochschul-Wildwuchs am Laufen zu halten. Trauriger Nebeneffekt: Wir schaffen Brutstätten für Unzufriedene.
Dr. Wolfgang Geppert, Wien
Erschienen am Mi, 4.11.2026
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